Psychische Gesundheit im Café im Haus 11

Psychische Gesundheit betrifft uns alle. Umso wichtiger ist es, darüber ins Gespräch zu kommen, Wissen zu vermitteln und gemeinsam neue Erfahrungen zu machen. Die RIF hat deshalb die Workshop-Reihe von Psy4Asyl nach Brugg ins Café im Haus 11 geholt.

Kunsttherapie mit Barbara Hartmann

Den Auftakt machte am 18. August ein Workshop mit der Kunsttherapeutin Barbara Hartmann. Mit knapp 20 Teilnehmenden war der Kursraum bis auf den letzten Platz besetzt.

Jede Person erhielt ein Stück Naturton – und durfte einfach drauflosformen. Nach wenigen Minuten klingelte ein Wecker. Alle gaben ihr Werk an die Person rechts weiter und arbeiteten weiter daran. So wanderte der Ton von Person zu Person, bis am Schluss alle wieder ihr eigenes Kunstwerk in den Händen hielten.

«Das Arbeiten mit Ton sei eine sinnliche Erfahrung», erklärte Barbara Hartmann. Auch das Weitergeben des eigenen Werkes habe eine besondere Bedeutung: Es gehe dabei um den Umgang mit Veränderung und darum, etwas aus der Hand zu geben und sich darauf einzulassen, was daraus entsteht.

Die Teilnehmenden hatten sichtlich Freude an ihren Werken, nahmen sie mit nach Hause und hielten ihre Werke stolz in die Kamera.

Umgang mit Stress mit Lena Rindlisbacher

Bereits am 8. September folgte der nächste Workshop zum Thema Psychoedukation. Die Psychologin Lena Rindlisbacher, Projektleiterin von Psy4Asyl, leitete die angeregte Runde mit ebenfalls rund 20 Teilnehmenden.

Im Workshop ging es darum, besser zu verstehen, was bei erhöhtem Stress im Körper passiert. Gemeinsam wurde angeschaut, wie der Körper auf Stress reagiert und welche Signale darauf hinweisen können, dass die Anspannung zunimmt.

Anschliessend lernten die Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten kennen, um mit Stress umzugehen und sich wieder zu beruhigen. Dazu gehörten einfache Atemübungen, ein Sensorik-Ring, Konzentrationsspiele mit Zahlen bei denen die Aufmerksamkeit bewusst gelenkt wird. Auch verschiedene Gerüche wurden eingesetzt, um die Sinne anzusprechen und über die Wahrnehmung eine beruhigende Wirkung zu erfahren.

Der Workshop zeigte auf praktische und niederschwellige Weise, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, mit Stress umzugehen. Die Teilnehmenden konnten die Übungen direkt ausprobieren und herausfinden, was sich für sie persönlich gut anfühlt.

Drei weitere Workshops bis Ende Jahr

Workshop-Angebot geht weiter. Bis Ende Jahr finden noch drei weitere Veranstaltungen statt. Dabei stehen ganz unterschiedliche Zugänge zur psychischen Gesundheit im Mittelpunkt:

  • 27. Oktober: Bewegung mit Claudia Hochuli
  • 3. November: Trommeln mit Matthias Schiesser
  • 1. Dezember: Thema noch offen

Die Workshops bieten Raum, Neues kennenzulernen, sich auszuprobieren und mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Nach dem gelungenen Start sind wir gespannt. was in den kommenden Workshops noch gemeinsam entsteht.